| Fragebogen zur Barrierefreiheit
›Accessible‹ ist ein europäisches Projekt mit dem Ziel, die Zugänglichkeit von Softwareentwicklungsprodukten zu verbessern. Erreicht werden soll dies durch die Einführung einer möglichst vereinheitlichten Zugänglichkeitsmethodik in Softwareentwicklungsprozessen sowie durch bessere Prüf- und Bewertungsstrategien und -Methoden. Die angestrebte Verbesserung soll es großen Organisationen, kleinen und mittelständischen Unternehmen, Entwicklern und Designern ermöglichen, Software mit dem höchstmöglichen Grad an Barrierefreiheit und Benutzbarkeit zu erstellen. Das Ziel dieses Fragebogens ist die Erfassung der Anwenderbedürfnisse von Entwicklern barrierefreier IT. So können gewünschte Unterstützungen bei der Identifizierung und dem Testen der Zugänglichkeit von Informations- und Kommunikationstechniken genau bestimmt werden. Die Auswertung der Befragung wird dazu beitragen, in Zukunft spezielle Bewertungstools für Entwickler, Richtlinien und Wissensdatenbanken zur Verfügung stellen zu können. Die Auswertung der Fragebögen erfolgt vollständig anonym, die Beantwortung der Fragen ist freiwillig und wird dabei helfen, die Bedürfnisse von Nuztern zu erfassen. Die Ergebnisse des Projektes sind von großer Bedeutung für die Förderung der Zugänglichkeit für Softwareentwicklungen in ganz Europa. Weitere Informationen über das Projekt gibt es unter www.accessible-project.eu, der Fragebogen selbst ist aufgeteilt in die Zielgruppen Web-Entwickler, Sachverständige zur Barrierefreiheit, Menschen mit körperlichen Einschränkungen, Öffentliche Einrichtungen und Service-Provider. |
| BIENE-Endspurt für barrierefreie Webangebote
Aktion Mensch und Stiftung Digitale Chancen suchen die besten deutschsprachigen barrierefreien Webseiten / Einreichungen sind nur noch bis zum 15. Juli möglich Die Bewerbungsfrist für die BIENE 2009 läuft bald ab: Bis zum 15. Juli können sich Anbieter und Gestalter deutschsprachiger Internet-Angebote sowie Studierende und Auszubildende mit ihren Webseiten anmelden. Bereits zum sechsten Mal suchen die Stiftung Digitale Chancen und die Aktion Mensch die besten barrierefreien deutschsprachigen Webseiten, um sie als Vorbild bekannt zu machen. Bewerbungen sind in den Kategorien Informations- und Kommunikationsangebote, Recherche- und Serviceangebote, Einkaufs- und Transaktionsangebote, Gemeinschafts- und Interaktionsangebote möglich. Für Studierende und Auszubildende haben die Veranstalter einen Nachwuchspreis ausgeschrieben. Zudem haben Nutzerinnen und Nutzer die Möglichkeit, Webseiten, die sie im Sinne der Barrierefreiheit für vorbildlich halten, für eine BIENE vorzuschlagen. Bewerbungen und Vorschläge können auf der Webseite des Wettbewerbs unter www.biene-wettbewerb.de eingereicht werden. Alle eingereichten Seiten durchlaufen ein mehrstufiges Testverfahren auf Basis eines umfangreichen Kriterienkatalogs, um sich für die Endrunde des Wettbewerbs zu qualifizieren. Dort entscheidet eine prominent besetzte Jury, wer im Dezember 2009 zu den Gewinnern der begehrten Auszeichnungen gehört. Der Fachliche Beirat des Wettbewerbs und die Veranstalter haben das Testverfahren überarbeitet und die aktuellen internationalen Richtlinien, die so genannten Web Content Accessibility Guidelines 2.0 (WCAG 2.0), zur Zugänglichkeit von Webseiten berücksichtigt. Insbesondere Kriterien und Prüfschritte, die nicht mehr dem aktuellen Stand der technischen Entwicklung entsprachen, wurden entweder aktualisiert oder aus dem Kriterienkatalog entfernt. Details zum Wettbewerb, zum Bewerbungsverfahren und zum Kriterienkatalog gibt es unter einfach-fuer-alle.de/biene-2009/kriterien. BIENE-Ausschreibung als barrierefreies PDF Die Ausschreibungsunterlagen für den BIENE-Wettbewerb 2009 stehen als barrierefreies PDF-Dokument auf unserer Webseite zur Verfügung:BIENE-Auschreibung-2009.pdf (ca. 390 kb). |
| Kriterien der BIENE'09 veröffentlicht
Die ganz frisch veröffentlichten Kriterien und Prüfschritte sind die Grundlage für den BIENE-Wettbewerb im Jahr 2009. Der Fachliche Beirat des Wettbewerbs und die Veranstalter haben das Testverfahren nach Abschluss des Wettbewerbs 2008 vollständig überarbeitet. Insbesondere Kriterien und Prüfschritte, die nicht mehr dem aktuellen Stand der technischen Entwicklung entsprachen, wurden entweder aktualisiert oder aus dem Kriterienkatalog entfernt. Um auch Anwendungen prüfen zu können, die auf neueren Webentwicklungen basieren, wurden vorhandene Kriterien neu formuliert und es wurden – wo erforderlich – neue Kriterien und Prüfschritte entwickelt. Die Prüfschritte als HTML-Dokument Die Prüfschritte als PDF-Dokument zum Ausdrucken (ca. 120 kb) Die Ausschreibung als barrierefreies PDF (ca. 390 kb) Prüfverfahren des BIENE-Wettbewerbs 2009 Mit einer BIENE zeichnen die Aktion Mensch und die Stiftung Digitale Chancen die besten deutschsprachigen barrierefreien Webseiten aus. Die Wettbewerbsbeiträge durchlaufen ein mehrstufiges Verfahren und werden anschließend von einer Jury gekürt. Die erste Stufe des Testverfahrens bildet ein Vortest, in dem Basisanforderungen der Barrierefreiheit geprüft werden. Wettbewerbsbeiträge, die diese Anforderungen erfüllen, werden anschließend in einem umfassenden Feintest detailliert weiter untersucht. Ein Praxistest mit Betroffenen bildet die letzte Stufe des Verfahrens. Im Rahmen des Testverfahrens werden alle Kriterien anhand verschiedener Prüfschritte untersucht. Die Prüfschritte werden gemäß einer Skala bewertet und dabei unterschiedlich gewichtet. Prüfschritte, die für einen Beitrag nicht relevant und nicht anwendbar sind, gehen nicht in die Bewertung ein. Bei der Beschreibung der Prüfschritte wird in 2009 unter Standardansicht eine Testumgebung auf Windows XP, IE 7, 1024×768 verstanden. Darüber hinaus wird auch mit anderen Betriebssystemen und Browsern getestet. Geprüft wird bis auf einige Ausnahmen im mittleren Schriftgrad. Weiterlesen … |
| Nächster Schritt zur deutschen Version der WCAG 2.0
Die seit Anfang April laufende Übersetzung der Web Content Accessibility Guidelines des W3C (WCAG 2.0) ins Deutsche (wir berichteten) hat einen weiteren wichtigen Schritt unternommen: das W3C hat die Liste der sog. Stakeholder akzeptiert, die nun auch hochoffiziell an einer »Candidate Authorized Translation« arbeiten: »… On behalf of the W3C and of the WAI team, I am happy to notify you, as the LTO, to proceed with the preparation of a Candidate Authorized Translation of WCAG 2.0 (…) into German. We are now at step 3 of the policy for Authorized W3C Translations …« Unter Stakeholdern versteht man in diesem Zusammenhang Verbände der Behindertenhilfe und -selbsthilfe, Forschungsinstitute, Industrieunternehmen und andere Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, die sich beruflich um das Thema Accessibility kümmern; diese arbeiten teils aktiv an der Übersetzung mit oder liefern wertvolle Anregungen zur Arbeit der Übersetzer, die bereits in vollem Gange ist. Zurzeit läuft die Revision der Übersetzung des Glossars, die wir vorgezogen haben, da hier sehr viele wichtige (und nicht gerade einfache) Definitionen stehen, deren exakte Formulierung weitreichende Auswirkungen auf die eigentlichen Richtlinien haben werden. Leider haben wir bei dieser Art von Übersetzung nicht die literarische Freiheit, den teils hochkomplizierten Text der Richtlinien zu ›verbessern‹, im Gegenteil – bei der Übersetzung müssen wir uns sehr eng an das englische Original halten, der Stil und vor allem der Sinn des Dokumentes darf nicht verändert werden und selbst eventuell noch vorhandene Fehler im Original müssen übernommen werden. Nach der Übersetzung der Richtlinien werden wir noch, wie angekündigt, die Techniken übersetzen, da diese der für Web-Entwickler interessanteste Teil der WCAG sind. Die Techniken sind im Gegensatz zum Glossar nicht normativ und im Original schon verständlicher geschrieben. Dort haben wir dann die Möglichkeit, diese so zu formulieren, dass sie von den jeweiligen Zielgruppen leichter zu verstehen sind und eventuelle Unklarheiten aus den Richtlinien zu beseitigen. In einem letzten Schritt muss dann dem W3C gegenüber nachgewiesen werden, dass die benannten Stakeholder die Übersetzung der Richtlinien gegengelesen und für gut befunden haben – dann folgt eine öffentliche Kommentierungsfrist, bevor die Übersetzung als gleichrangige, normative Version der WCAG 2.0 veröffentlicht wird. Weiterlesen … |
| Neues vom W3C
Die Web Accessibility Initiative des W3C hat eine aktualisierte Fassung des Entwurfes zu den Authoring Tool Accessibility Guidelines (ATAG 2.0) veröffentlicht und bittet um Kommentare bis zum 11. Juni. Ziel dieser Runde ist es, den als nächsten Schritt geplanten ›Last Call Working Draft‹ vorzubereiten. Wichtige Änderungen gibt es zum Beispiel in dem Punkt, wie Anwendungen mit Alternativtexten umgehen sollten (z.B. bei Foto-Communities wie flickr); ausserdem ist das Glossar komplett überarbeitet worden. ATAG ist wie die beiden anderen WAI-Empfehlungen WCAG und UAAG ein wichtiger Baustein zur Barrierefreiheit. Die Richtlinie beschreibt, wie Autorenwerkzeuge möglichst zugängliche Web-Inhalte produzieren sollten und wie Autoren und Entwickler in ihrer Arbeit durch Werkzeuge wie Editoren und Redaktionssysteme darin unterstützt werden, saubere Arbeit ins Netz zu stellen. Ein wichtiger Aspekt ist auch, dass solche Anwendungen natürlich für Menschen mit Behinderung bedienbar und nutzbar sein sollten. Rückrufaktion Bei der XHTML2-Kindergarten -Arbeitsgruppe werden hingegen vier Entwürfe zurückgezogen, weil in der vorangegangenen Phase der Publizierung bestehende Einwände gegen die Entwürfe nicht beachtet wurden. Im einzelnen sind dies: XHTML™ 1.1 - Module-based XHTML - Second Edition, XHTML™ Basic 1.1 - Second Edition, XHTML-Print - Second Edition sowie XHTML™ 1.0. Hintergründe zu dieser Entscheidung kann man evtl. in dieser E-Mail von Bjoern Hoehrmann an die W3C-Mailingliste nachlesen. |
| Unschöne Wahrheiten
Beim Browser-Hersteller Opera läuft seit längerem eine Studie namens MAMA (Metadata Analysis and Mining Application). Untersucht werden versteckte Qualitäten von Webseiten wie deren Aufbau und die Verwendung (oder Nicht-Verwendung) von HTML-Tags und -Attributen – gemeinhin Dinge, die man kaum mit einer herkömmlichen Suchmaschine herausfinden wird. Interessant ist sowas vor allem für Browser-Hersteller wie eben Opera, aber auch für die Weiterentwicklung von HTML (zum Beispiel zur Version 5). Untersucht wurden mittlerweile 4,2 Mio. URLs, die Ergebnisse werden nach und nach veröffentlicht (mehr zur Methodik und eine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte). Heute fanden wir im Opera Developer Network einen Artikel von Henni Swan über einige gerade aus Sicht der Barrierefreiheit interessante Teilaspekte – die Verwendung von Überschriften-Strukturen, Bildern und Datentabellen: »Opera MAMA - a sneak peek at headings, images and summary«. Hier ein paar der wichtigsten Ergebnisse: Weiterlesen … |
| Barrierefreiheit im Internet steht erst am Anfang
Für Menschen mit Behinderung könnten mehr Schranken im World Wide Web fallen / Aktion Mensch und Stiftung Digitale Chancen suchen zum sechsten Mal die besten barrierefreien Webseiten Nichts hat die Kommunikation weltweit so verändert wie das Internet. Millionen Menschen in Deutschland sehen Videos im Web, schreiben E-Mails oder Tagebücher (sogenannte ›Blogs‹), hören Radio, kaufen ein, ›reden‹ miteinander in virtuellen Räumen, tauschen sich aus oder präsentieren sich selbst – kurzum: Das Internet ist aus dem geschäftlichen wie privaten Alltag in Deutschland nicht mehr wegzudenken. Aber wie nutzen Menschen, die nicht sehen oder hören können, das Internet? Was machen jene, die eine Maus oder eine Tastatur nicht bedienen können? Wie surfen Menschen mit Behinderungen im Web? Die Antwort mag überraschen: Sie nutzen es so, wie es Menschen ohne Behinderung auch tun. Vorausgesetzt, die Anbieter haben ihre Webseite barrierefrei gestaltet. Weiterlesen … |
| BIENE-Banner zum Einbinden
Falls Sie den BIENE-Wettbewerb unterstützen möchten, können Sie dies gerne mit Bannern und Buttons machen, die wir für diesen Zweck erstellt haben. Die Grafiken gibt es in verschiedenen Größen zum Download bzw. zum Einbinden in Ihre Seiten. Zum Download … |
| BIENE 2009:Mitmachen – Einreichen oder Vorschlagen
Anmeldungen unter www.biene-wettbewerb.de Anbieter oder Agenturen melden ihre Webseite über ein Formular auf www.biene-wettbewerb.de in einer der ausgeschriebenen Kategorien an und erläutern durch die im Formular erfragten Angaben, welches Konzept der Barrierefreiheit dem Angebot zugrunde liegt. Zusätzlich können die Bewerber durch eine kurze Projektbeschreibung auf besondere Stärken und Funktionalitäten der eingereichten Seiten hinweisen. Das können beispielsweise Elemente sein, die über die geforderten Mindeststandards hinausgehen, oder technische Lösungen, die bislang im Kriterienkatalog nicht erfasst sind, aber aus Anwenderperspektive eine wesentliche Verbesserung darstellen. Grundsätzlich ist es auch möglich, Teilbereiche eines Webangebots zum Wettbewerb einzureichen, beispielsweise einen Webshop in der Kategorie Einkaufs- und Transaktionsangebote. Der eingereichte Teilbereich muss jedoch in jedem Fall eine Kernfunktionalität des Angebots umfassen. Weiterlesen … |
| BIENE 2009: Der Fachliche Beirat
Im Fachlichen Beirat des Wettbewerbs erarbeiten Menschen mit und ohne Behinderung die Grundlagen für das umfangreiche, mehrstufige Testverfahren, das die Angebote durchlaufen. An dessen Ende steht ein Praxistest durch Menschen mit Behinderungen. Die Mitglieder des Fachlichen Beirats Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen Mainz e. V., Christian Bayerlein Ohrenkuss …da rein, da raus, Katja de Bragança Aktionsbündnis barrierefreie Informationstechnik, Forschungsinstitut Technologie und Behinderung, Prof. Dr. Christian Bühler Aktion Mensch, Iris Cornelssen Stiftung Digitale Chancen, Jutta Croll Agentur ena Webstudio, Nina Gerling Netzwerk Mensch zuerst, Petra Groß Technischer Jugendfreizeit- und Bildungsverein e. V., Thomas Hänsgen Arbeitskreis Barrierefreies Internet e. V., Franz-Josef Hanke Agentur Tenolo – Medien menschlich machen, Johannes Herberhold Deutscher Gehörlosenbund e. V., Kilian Knörzer Behindertenberatungszentrum BIZEPS, Zentrum für Selbstbestimmtes Leben, Martin Ladstätter Arbeitsstab der Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, André Necke Fraunhofer Institut für Angewandte Informationstechnik, Dr. Michael Pieper Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Institut für Rehabilitationspädagogik, Prof. Dr. Christa Schlenker-Schulte Deutsche Gesellschaft der Hörgeschädigten-Selbsthilfe und Fachverbände e. V., Martin Stehle Kooperation Behinderter im Internet e. V., Hubertus Thomasius Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e. V., Karsten Warnke Der Paritätische, Martin Wißkirchen |

