31.08.2009 eSecurity Nutzer von Facebook & Co. im Visier von Cyber-KriminellenMitglieder von sozialen Netzwerken wie StudiVZ, Facebook, Xing und Co. werden immer häufiger Opfer von Identitätsklau, Malware- oder Phishing-Attacken, wie eine heute veröffentlichte Studie des Sicherheitssoftware-Herstellers AVG Technologies und dem Branchenverband CMO Council ergab. Dennoch ergreifen weniger als ein Drittel der User Maßnahmen, um das eigene Profil beim Surfen zu schützen. Die Online-Befragung wurde im zweiten Quartal 2009 durchgeführt und basiert auf einer Zufallsauswahl von mehr als 250 Konsumenten. Die Befragen fürchten im Web vor allem Phishing, Spam- und Malware-Attacken. Mehr als die Hälfte ist besorgt, dass die eigene, digitale Identität im Web gestohlen werden könnte. Wer etwa Login und Passwort nicht ausreichend schützt, macht es Kriminellen leicht, unter falschem Namen zum Beispiel Spam-Mails oder Malware zu verbreiten oder mit der gestohlenen Identität Produkte in Online-Auktionshäusern anzubieten. Obwohl die Gefahren den Studien-Teilnehmern durchaus bewusst sind, vernachlässigen sie folgende Sicherheitsmaßnahmen regelmäßig: * Passwort ändern (64 Prozent machen dies unregelmäßig oder nie) * Private Profileinstellungen und/oder Privatsphäre anpassen (57 Prozent nutzen dies unregelmäßig oder nie) * Den Administrator des Sozialen Netzwerks über Angriffe oder Sicherheitslücken informieren (90 Prozent antworteten mit unregelmäßig oder nie) Trotz der offenkundig vorhandenen Sicherheitsrisiken in sozialen Netzwerken handeln viele Anwender unvorsichtig und passen ihr Verhalten nicht an. * 21 Prozent akzeptieren "Freundschaftsanfragen" von Wildfremden * Mehr als 50 Prozent erlauben es Mitbewohnern und Bekannten, sich vom eigenen PC in soziale Netzwerke einzuloggen * 64 Prozent klicken auf Links, die von anderen Mitgliedern verschickt werden * 26 Prozent tauschen Dateien innerhalb eines sozialen Netzwerkes aus In Folge der unkontrollierten Verbreitung von Links und Dateien über mehr oder minder vertrauenswürdige Kontakte oder Freunde haben schon viele Nutzer schlechte Erfahrungen in sozialen Netzwerken gemacht: * Fast 20 Prozent sind bereits Opfer von Identitätsklau geworden * 47 Prozent haben sich Malware eingefangen * 55 Prozent haben Phishing-Versuche registriert "Die Tatsache, dass die User die Risiken prinzipiell kennen und sich dennoch nicht ausreichend schützen, stellt eine große Herausforderungen für Unternehmen wie AVG dar. Wir arbeiten täglich daran, die Nutzer zu sensibilisieren und das Internet sicherer zu machen", sagt Gerald Hahn, Country Manager Deutschland bei AVG Technologies. Mitglieder von sozialen Netzwerken sollten deshalb folgende Grundregeln beachten, um auf der sicheren Seite zu sein: 1. Akzeptieren Sie keine Pop-ups oder Download-Aufforderungen, wenn Sie nicht über eine Web-Scanner-Software wie etwa den kostenlosen LinkScanner von AVG verfügen. Das Tool kann zusätzlich zu jedem bereits vorhandenen Antivirus-Programm installiert werden und prüft jede einzelne Seite noch vor dem Zugriff auf Infektionen. 2. Übertragen oder verschicken Sie keine vertraulichen persönlichen Daten wie Bankverbindungen, Geburtsdaten oder gar medizinische Befunde. Social Networking-Seiten benötigen solche Informationen im Normalfall nicht für eine Anmeldung - es sei denn, Sie haben eine monatliche Zahlungsweise vereinbart . 3. Ändern Sie Ihr Passwort mindestens einmal monatlich. Seien Sie jedoch vorsichtig, wenn Sie von einem Dritten dazu aufgefordert werden; es könnte ein Betrugsversuch sein. 4. Lassen Sie Freunde, Bekannte und Kollegen nicht an Ihrem Computer auf deren soziale Netzwerke zugreifen. Andere könnten durch unsicheren Gebrauch Infektionen an Ihrem Computer verursachen oder Ihre Login-Sicherheit durch gespeicherte Cookies unterwandern. 5. Speichern Sie niemals Ihr Passwort automatisch und löschen Sie Ihren Web-Verlauf mindestens einmal pro Woche. 6. Akzeptieren Sie niemals Freundschaftsanfragen von Leuten, die Sie nicht persönlich kennen und fragen Sie auch selbst keine Unbekannten an. AVG Technologies GER GmbH |
|
Zu den aktuellsten Nachrichten













