11.03.2009 eSecurity Mehr Spam-Mails und IT-AngriffeDie Herstellung und der Einsatz von Schadprogrammen sind mittlerweile international arbeitsteilig organisiert. Sie verhelfen den Kriminellen zu Gewinnen in Milliardenhöhe bei vergleichsweise niedrigem Risiko. Dies teilt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in seinem Bericht "Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland 2009" mit. Demnach sei die Bedrohungslage bei Verwaltungen, Unternehmen und Privatanwendern auf anhaltend hohem Niveau. So seien Steigerungen sowohl im Aufkommen von Sicherheitslücken, die von einem entfernten Angreifer ausgenutzt werden können, als auch in der Anzahl von Denial-of-Service-Angriffen, bei denen Internetseiten lahm gelegt werden, festzustellen. Der Anteil von Spam-Mails am E-Mail-Verkehr habe sich ebenfalls weiter erhöht, erklärte das BSI. Auch die Zahl von Drive-by-Downloads nehme zu. Dabei laden Anwender praktisch "im Vorbeisurfen" unbewusst schädliche Software von manipulierten oder präparierten Webseiten herunter. Eine qualitative Veränderung lässt sich im Aufbau von Schadprogrammen feststellen, die immer komplexer werden. Trojanische Pferde können inzwischen über eine Backdoor- und Spyware-Funktion verfügen, einen Keylogger verwenden und den befallenen Rechner zusätzlich an ein Bot-Netz anschließen. Zudem verfügen die meisten Schadprogramme über Updatefunktionen, so dass neue Programme oder Tarnmechanismen jederzeit nachgeladen werden können. Besonders diese Updatefunktionen werden von den Angreifern stets verbessert. Aber auch das Bewusstsein der Anwender für IT-Sicherheit ist gestiegen, Betriebssystem-Updates werden häufiger durchgeführt und IT-Sicherheitstechniken konsequenter angewendet. So ist auch das Sicherheitsempfinden auf Unternehmensseite gestiegen. Der Prozentsatz der Unternehmen, die planten, Projekte zum Sicherheitsmanagement aufzusetzen, stieg nach Angaben des BSI deutlich. Sorgen bereite jedoch der Umgang mit persönlichen Daten in den "Mitmach"-Anwendungen des Web 2.0, insbesondere in den immer populärer werdenden sozialen Netzwerken. Bedenkenlos geben viele Anwender in ihren Benutzerprofilen detailliert private Informationen preis. Für Cyberkriminelle sei es dadurch einfach, potenzielle Opfer auszuspionieren und gezielt anzugreifen. Der Bericht "Die Lage der IT-Sicherheit in Deutschland erscheint alle zwei Jahre. Ergänzt wird er durch Quartalsberichte des Nationalen IT-Lagezentrums beim BSI. BSI-Lagebericht 2009 Quelle: media.nrw.de |
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