29.01.2008 eRanking Die perfekte SucheDie Fraunhofer Institute entwickelten in den vergangenen Jahren Technologien, die eine intelligente, inhaltsbezogene semantische Suche in einem Themenfeld ermöglicht und darüber hinaus vorhandene mit neuen digitalen Quelldokumenten nutzerfreundlich verknüpfen können. Die Forscher präsentieren ihre Entwicklungen auf der diesjährigen CeBIT (4. bis 9. März) in Hannover. In dem BMBF-Verbundprojekt "Wikinger" des Fraunhofer Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (IAIS) aus Sankt Augustin arbeiten Informatiker, Ingenieurs- und Geschichtswissenschaftler zusammen, um Suchanwendungen ein höheres Maß an Textverständnis beizubringen. Dazu setzen sie Methoden ein, mit denen Wissen über Beziehungen in den Dokumenten erschlossen werden kann - etwa, dass der Begriff Netz sowohl mit "Neuen Medien", "Natur" oder "Verkehr" in Verbindung gebracht werden kann. So kann die Wissensplattform dann halbautomatisch selbst semantische Netze entwickeln, die dem Nutzer das gezielte Recherchieren erleichtern. Auf Probleme mittelständischer oder großer Firmen ist die Suchmaschine ConWeaver zugeschnitten, die eine Arbeitsgruppe des Fraunhofer-Instituts für Graphische Datenverarbeitung IGD in Darmstadt unter Leitung von Dr. Thomas Kamps entwickelt hat. In vielen Unternehmen verschwenden Mitarbeiter wertvolle Arbeitszeit mit dem Durchforsten von Kunden-, Lieferanten- und Expertendatenbanken oder von Textdokumenten, um bestimmte Informationen herauszufiltern. Die Suchmaschine ermöglicht es, heterogenes Firmen Know-how automatisch zu vernetzen und für Geschäftsprozesse nutzbar zu machen. Eine einzige Eingabe genügt, und die Software durchsucht alle verschiedenen Datenquellen eines Unternehmens. Dabei bezieht ConWeaver nicht nur den vom Nutzer eingegebenen Begriff in die Suche ein, sondern auch dessen Übersetzung in andere Sprachen sowie thematische Zusammenhänge. Sie erzeugt aus den Unternehmensdaten automatisch ein semantisches Wissensnetz. Die richtigen Informationen in großen Datenmengen erfolgreich zu finden ist eine Sache. Sie so darzustellen, dass der Nutzer sie auch optimal verwerten kann, ist eine zusätzliche Herausforderung. Denn je umfassender Informationen sind, desto schwerer behält man den Überblick. Ein Team um Dr. Jörn Kohlhammer am IGD verbindet die automatische Datenanalyse mit neuartigen Techniken zur Visualisierung. Die Forscher nutzen dabei die unterschiedlichen Fähigkeiten von Computer und Mensch: Der Rechner ist zuständig für die sequentielle Abarbeitung großer Datenmengen und deren Verwandlung in eine, für den Menschen erfassbare optische Darstellung. Dieser kann sich auf die Erkennung von Mustern, die Bewertung und Auswertung der betrachteten Daten konzentrieren. Quelle: MediaNRW |
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