28.11.2007 eBusiness Web 2.0 wird passiv genutzt.Dabei stehen vor allem interaktive Angebote, die von Nutzern erstellt werden, im Fokus der medialen Öffentlichkeit und etablierte Medienunternehmen zahlen Millionenbeträge für die Beteiligung an neuen Kommunikationsplattformen. Eine aktuelle Studie von TNS Infratest MediaResearch zeigt, dass die überwiegende Zahl der Internetnutzer die neuen Angebote zunächst noch wie klassische Medien nutzt - nämlich passiv. Erst ein heimischer Breitband-Zugang ins Internet macht die Nutzung von Web 2.0-Angeboten, wie zum Beispiel Videoplattformen oder Podcasting, richtig attraktiv. In Deutschland verfügt im Herbst 2007 knapp die Hälfte der über 14-Jährigen (47 Prozent oder 30,4 Mio.) zu Hause über einen solchen Anschluss. Von diesem können 5,7 Millionen bzw. neun Prozent der über 14-Jährigen in Deutschland als Nutzer klassifiziert werden, die Inhalte aktiv ins Internet hochladen, gestalten oder verändern ("Prosumenten"). Die anderen breitbandigen Internetnutzer verwenden die entsprechenden Internet-Angebote lieber nur passiv (28 Prozent) oder gar nicht (zehn Prozent). Der verbleibende Bevölkerungsanteil hat zu Hause keinen Breitbandanschluss (15 Prozent) oder auch keinen Internet-Zugang (37 Prozent). Dabei ist wenig überraschend, dass der Anteil der Prosumenten am stärksten mit dem Alter zusammenhängt: Je jünger, desto aktiver gehen die Internetnutzer mit neuen Web 2.0-Angeboten wie Weblogs, Podcasts oder digitalen Foto- oder Videoplattformen um. Bei den 14- bis 29-Jährigen hat sich bereits jeder Dritte aktiv an mindestens einem solchen Web 2.0-Angebot beteiligt. In der Altersgruppe der 30- bis 49-Jährigen sind dies gerade noch sechs Prozent (1,3 Mio.) und bei den über 50-Jährigen sinkt der Wert auf 0,4 Prozent. Auch Menschen mit hoher formaler Bildung oder einem hohen Haushalts-Nettoeinkommen sind überdurchschnittlich häufig unter den "Prosumenten" zu finden. Zwar werden Web 2.0-Inhalte von insgesamt 14 Prozent gelesen, aber nur zwei Prozent der Bevölkerung veröffentlicht eigene Weblogs. Rund sechs Prozent haben in den vergangenen zwölf Monaten Fotos und zwei Prozent Videos in das Internet gestellt. In der passiven Nutzung werden, nach Angaben von TNS-Infratest, Videoportale nur noch von Wikis wie Wikipedia übertroffen. Quelle: MediaNRW |
|
Zu den aktuellsten Nachrichten












