21.11.2007 eBusiness Online-Foren: StupidFilter gegen die DummheitSie wollen ein Programm entwickeln, das dumme Äußerungen aussortiert, um damit das Internet vor sich selbst zu schützen. Seit dem "Ewigen September" – gemeint ist der September 1993, als AOL seinen Kunden den Zugang zum Usenet ermöglicht hat – hätten sie unter der "Tyrannei der Idiotie" gelitten: "Die Ankunft des von den Benutzern gestalteten Inhalts im Web hat", so schreiben sie, "das Problem nur noch verstärkt und unsere Toleranz bis zum Zerreißpunkt angespannt." Der sich verbreitenden Dummheit im Netz wollen sie mit der Entwicklung des StupidFilter entgegentreten – vorerst nur in Englisch. Anzeige Für das Open Source-Projekt wurden bereits über 25.000 Beispiele für dumme Kommentare aus YouTube gesammelt und von 1 bis 5 bewertet. "i love it f*%king awesome go Leona" erhielt beispielsweise die Bewertung 4, ganz übel scheint folgende Bemerkung mit einer 5 zu sein: "HAHA ... great like all of yours :Dgogo for the next one, love ya vids ;) going to have some gammon now :o" An solchen Beispielen soll das Programm wie ein Spam-Filter geschult werden, um in Wikis und Foren oder als Plug-in in Firefox oder Wordpress die dummen Kommentare auszublenden. Dummerweise aber fügt sich Dummheit nicht der binären Logik. Es gibt gleitende Übergänge, wie die Autoren bedauern, und natürlich ist Blödheit auch eine Frage der Interpretation. Ein dummer Filter wie der geplante kann beispielsweise natürlich keine Ironie erkennen. Auch die Dummheit des Inhalts selbst lässt sich mit einem Programm (noch) nicht erfassen, sondern nur die dumme Form. Aber da Form und Inhalt miteinander zu tun haben, lässt sich über die Form auch ein guter Teil der dämlichen Inhalte erkennen, meinen Gabriel Ortiz und Paul Starr. Quelle: heise online |
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