15.10.2007 eBusiness E-Commerce 3.0: Shops der Zukunft wissen, was Kunden wünschenDas Einkaufen in den Shopping-Meilen des Internet könnte zukünftig noch realer werden. Anstatt wie heute mit einer Reihe von Schlüsselwörtern nach dem gewünschten Produkt zu suchen, können Online-Shopper dann ihre Anfrage ausformulieren. Intelligente Shop-Systeme der Zukunft interpretieren aus dem Kontext der Frage die Bedeutung. Sie lesen heraus, für welchen Anlass der Kunde beispielsweise einen Anzug benötigt oder zu welchen weiteren Angeboten dieser farblich passt. Kundinnen können sich so unter anderem beraten lassen, welches Kleid des Shops am besten für den Opernbesuch passt und ob es mit den schwarzen, hochhackigen Schuhen harmoniert. Das erhöht die Treffergenauigkeit um ein Vielfaches. Zudem steigert die Technik das reale Einkaufserlebnis. Noch sind solche E-Shopping-Systeme und Suchmaschinen auf Basis eines semantischen Webs nur Theorie. Sie werde allerdings in Zukunft stark an Bedeutung gewinnen, so die Einschätzung des IT-Dienstleisters novomind. Grundlage für die Weiterentwicklung des Interneteinkaufs bildet die Idee vom semantischen Web. Sie wird es einmal möglich machen, die Bedeutung - beispielsweise die übliche Verwendung eines Suchwortes - maschinenlesbar zur Verfügung zu stellen. Verschiedene Suchbegriffe lassen sich dadurch in Beziehung setzen. Neue Technologien werden den Zusammenhang einzelner Suchwörter verstehen und hieraus den Sinn der Frage erkennen. Mit der Übertragung der Idee auf die virtuelle Shopping-Welt könnten auch Produkte über das semantische Netz in Beziehung gesetzt werden. Übliche Produktdatenbanken enthalten bereits eine Menge statischer Informationen: Hierzu gehören unter anderem Produktnamen, Preis oder die Farbe. Zusätzlich enthalten sie Bilder, eine genaue Beschreibung, die Warengruppe sowie die bisherige Absatzmenge. Seit Beginn des Web 2.0 werden sie sogar mit Rezensionen oder Empfehlungen anderer Internetnutzer angereichert. Semantische Produktdatenbanken werden aus sämtlichen Produkteigenschaften die Bedeutung eines Produkts für den Nutzer erfassen. Ist eine Jacke beispielsweise eher für festliche Anlässe geeignet oder passt das Design auch zu einer blauen Jeans. Gleichzeitig berücksichtigen sie auch persönliche Vorlieben des Kunden. Diese Weiterentwicklung des semantischen Webs wird künftig einfachere und präzisere Suchmaschinen ermöglichen. Derzeit im Trend liegende ShoppingBots können dann noch genauer auf Produktpräferenzen von Internetnutzern eingehen. Sie weisen automatisch auf zusätzliche Produkte hin, die dem Geschmack des Kunden entsprechen. Große Markplatzplattformen wie Amazon oder Otto.de sind dann darüber hinaus in der Lage, vergleichbare Produktbeschreibungen verschiedener Hersteller und Händler anzubieten. Dies wird die Transparenz im Netz erhöhen. Die Nutzer und potenziellen Kunden werden schneller das finden, was sie suchen. Novomind |
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