10.10.2007 eBusiness EU-Dienstleistungsrichtlinie: Städte forcieren den elektronischen BehördengangZur Umsetzung der ehrgeizigen EU-Dienstleistungsrichtlinie planen Länder und Gemeinden eine digitale Informationsoffensive: 88 Prozent der Gemeinden wollen für Unternehmen und Privatpersonen Online-Transaktionen über ein kommunales Internetportal ermöglichen. Fast neun von zehn Kommunen planen, für sämtliche Verwaltungsangelegenheiten E-Mail-Verfahren zu entwickeln. Das sind Ergebnisse der Studie Branchenkompass Public Services von Steria Mummert Consulting und dem F.A.Z.-Institut. Neben dem zeitlich eng gesteckten Rahmen stellt die Änderung der Verwaltungsorganisation eine erhebliche Herausforderung für die Kommunen dar. Das angestrebte Prinzip eines einheitlichen Ansprechpartners beispielsweise, bei dem alle Fäden der administrativen Verfahren und Formalitäten zusammenlaufen, sorgt für Kopfzerbrechen. Die Umsetzung der EU-Dienstleistungsrichtlinie macht den Einsatz komplexer IT-Systeme erforderlich. Mit speziellen E-Government-Anwendungen sollen dabei bis Ende 2009 in erster Linie Gewerbeangelegenheiten und Fragen der Wirtschaftsförderung erfasst werden. Für Privatpersonen hingegen sind aktuelle Meldungen der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit (z. B. Veranstaltungshinweise, Kulturprogramm) sowie das Ordnungs- und Meldewesen von zentraler Bedeutung. Der Umbau der öffentlichen Verwaltung soll zudem auch die Kommunikation mit ausländischen Dienstleistungsunternehmen verbessern helfen. So sieht die EU-Richtlinie beispielsweise vor, zukünftig Anfragen aus dem Ausland durch E-Government-Prozesse zu bearbeiten. Deshalb wollen sieben von zehn Kommunen ihren Internetbesuchern ein mehrsprachiges Portal anbieten. Immerhin eine knappe Mehrheit der Gemeinden (57 Prozent) plant, neuen Unternehmen am Standort einen Fallmanager zur Seite zu stellen, der den Verwaltungsaufwand erleichtert oder ganz abnimmt. Steria Mummert Consulting |
|
Zu den aktuellsten Nachrichten












