11.07.2007 eRanking Yahoo und Microsoft wollen Suchanfragen kürzer speichernIm Zweifelsfall bedeutet das, dass die Daten überhaupt nicht gelöscht werden. "Wir sprechen gerade mit Kunden, der Industrie und Regierungsvertretern darüber", erklärte Brendon Lynch, Datenschutzexperte bei Microsoft, gegenüber der Financial Times. In "den nächsten Wochen" könne er Genaueres sagen. Bislang stehe noch nicht fest, wie lange Suchanfragen konkret aufbewahrt und damit für die Erstellung von Nutzerprofilen herangezogen werden sollen. Die beiden Suchmaschinenbetreiber reagieren mit dem Vorhaben auf Ankündigungen der "Artikel 29"-Datenschutzgruppe unter dem Dach der EU-Kommission zu einer stärkeren Beobachtung der Branche. Die Hüter der Privatsphäre hatten zunächst im Mai die Bevorratung der Suchanfragen beim Marktführer Google kritisiert. Im Juni ließen sie dann auch Suchanbieter allgemein wissen, dass sie ihre Aktivitäten unter Datenschutzgesichtspunkten durchleuchten würden. Dies sei erforderlich, da entsprechende Datenspeicherpraktiken "eine ständig wachsende Anzahl an Nutzern betrifft". Es sei zu befürchten, dass für die Suchergebnisverbesserung und Werbe-Optimierung gespeicherte Informationen in falsche Hände gelangen könnten. Google selbst hat bereits angekündigt, gespeicherte Suchanfragen generell nach anderthalb Jahren zu anonymisieren. Die EU-Datenschützer haben aber noch offen gelassen, ob das ausreicht oder ob sie auf eine kürzere Speicherdauer pochen. Quelle: heise.de |
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