11.07.2007 eRanking Überraschend: Ein Land findet Google recht nutzlos.Dort hat Google so gut wie nichts zu melden. Gründe dafür scheint es verschiedene zu geben. So meint ein von der New York Times befragter Analyst, es gäbe einfach zu wenige Dokumente in koreanischer Sprache, um die Bedürfnisse der Koreaner mit Hilfe von Google-Technologien zu befriedigen. Das mag eine Rolle spielen, doch es dürfte auch andere Gründe dafür geben. Und vor allem gibt es bessere Alternativen. Eine der wichtigsten Alternativen scheint in Naver.com zu bestehen, einer Suchmaschine, die derzeit etwa 77% aller Internet-Fragen in Südkorea beantwortet. Das aber nicht in der von Google bekannten Form, bei der Daten von Robots gesammelt und dann für die Suche in einem Index erfasst werden. Bei Naver werden Fragen gestellt und im Zweifelsfall von anderen Anwendern in Echtzeit beantwortet. Denn lange bevor jemand an Web 2.0 dachte, war den Gründern der Suchmaschine aufgegangen, dass eine Suche im koreanischen Web nur dann sinnvoll ist, wenn die zu suchenden Inhalte selbst geschaffen werden. Also begann die 1999 gegründete Suchmaschine damit, die Fragen der Suchenden an die anderen Nutzer weiter zu reichen. Ein System, das sich bis heute bewährt hat, denn die 16 Millionen Besucher, die Naver täglich zählt, können bei ihren 110 Millionen Fragen von dem so geschaffenen Fundus an Antworten profitieren. Werden sie nicht fündig, so werden die Fragen weiterhin für die individuelle Beantwortung veröffentlicht. Und das geschieht im Durchschnitt immerhin 44.000 Mal pro Tag. Wobei gleichzeitig jeden Tag 110.000 neue Antworten auf Fragen registriert werden. Naver wird damit selbst zum Wissens-Pool und vermeidet gleichzeitig die von Google bekannten rechtlichen Probleme. Denn wer selbst Inhalte schafft, muss auch keine Beschwerden von Rechteinhabern befürchten. Das mag zwar zu weiteren rechtlichen Problemen führen, wenn man an die Verantwortungsübernahme für diese Inhalte denkt. Aber offenbar ist sich Naver nicht zu schade, ein wenig Verantwortung zu übernehmen. Quelle: intern.de |
|
Zu den aktuellsten Nachrichten












