10.02.2010 eSecurity Informationen zur Sicherheit von Websiten bei KMUNetzsicherheit spielt für viele kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bislang eine untergeordnete Rolle. Obwohl sie über eine eigene Webseite verfügen und sogar einen Online-Shop betreiben, verfügt jede fünftes KMU nicht über sicherheitsspezifische Fachkenntnisse. Dies geht aus der Studie "Netz-und Informationssicherheit in Unternehmen 2009" hervor, die das Kölner E-Commerce Center Handel jetzt vorgelegt hat. So gewinnt der Online-Handel für KMU zunehmend an Bedeutung. Fast jedes vierte befragte Unternehmen verfügt über einen Internetshop und jedes zweite realisiert über 25 Prozent des Gesamtumsatzes mit diesen. Der Studie zufolge könne jedes zehnte Unternehmen, ohne Online-Handel den Geschäftsbetrieb nicht aufrecht erhalten. Dagegen betrauen nur 16 Prozent der Unternehmen einen externen Dienstleister mit der Online-Shop-Realisierung. Häufig werde die Umsetzung der gesamten Internetpräsenz in die Hand der eigenen Mitarbeiter gegeben, die teilweise nicht über die nötigen Fachkenntnisse verfügen, resümieren die Studienmacher eine Sicherheitsschwachstelle. Demnach wurde bereits jedes elfte Unternehmen Opfer eines erfolgreichen Angriffes auf die eigene Webseite. 14 Prozent der betroffenen Unternehmen gaben dabei an, dass die Ursache unternehmensintern, beispielsweise durch den sorglosen Umgang mit Passwörtern begründet ist. Zwar informieren und schulen zwei Drittel der befragten 490 Unternehmen die eigenen Mitarbeiter zum Thema Sicherheit, trotzdem existierten noch Informationsdefizite. So verfügen der Studie zufolge lediglich etwas mehr als ein Drittel der befragten Unternehmen über einen eigene Sicherheitsrichtlinie, in der beispielsweise der unternehmensweite Umgang mit Passwörtern geregelt ist. Verstärkt wird dieses Defizit durch die Tatsache, dass der Anteil der Unternehmen, die ihren Mitarbeitern volle Zugriffsrechte auf die Firmenhardware und Software erlauben, von sechs Prozent (2008) auf zehn Prozent (2009) angestiegen ist. Trotz aller sicherheitsrelevanten Defizite innerhalb von KMU sehen die Studienmacher ein großes Interesse bei den Firmen, unternehmensinterne Prozesse abzusichern und Verhaltensweisen zu etablieren, um sich gegen Sicherheitsvorfälle bestmöglich zu schützen. Quelle: media.nrw.de |
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