18.02.2010 eBusiness Geringe Akzeptanz von E-Business-StandardsMittlerweile wickeln etwa die Hälfte der deutschen Unternehmen mehr oder weniger große Teile ihrer Einkaufs-, Vertriebs- und Logistikprozesse über elektronische Netze ab. Dabei werden viele Daten mit Geschäftspartnern wie Lieferanten und Kunden ausgetauscht. Trotz dieser Entwicklung hält sich die Nutzung von E-Business-Standards immer noch in überschaubaren Grenzen. Nur jedes dritte Unternehmen nutzt Standards Nach einer aktuellen Studie des Marktforschungsunternehmens Berlecon Research, die im Auftrag des vom Bundeswirtschaftsministeriums initiierten Projektes Prozeus durchgeführt wurde, setzt von den Unternehmen mit elektronischen Prozessen gerade einmal ein Drittel dabei auf die allgemein anerkannten E-Business-Standards wie Edifact, GTIN oder eCl@ss. Weitere 10 Prozent wollen innerhalb der nächsten zwei Jahre diese Standards verwenden. Bei kleineren Unternehmen liegt der Anteil der Unternehmen, die diese Standards unterstützen, sogar nur bei 16 Prozent. Großunternehmen sind dagegen wesentlich weiter: Hier nutzen bereits zwei von drei Unternehmen diese Verfahren. Verschenktes Potenzial Durch den Verzicht auf die Nutzung der Standards vergeben die Unternehmen große Teile des Potenzials, das sich durch die elektronischen Geschäftsprozesse realisieren lässt. So berichtet die große Mehrheit der diese Standards bereits nutzenden Unternehmen, dass dadurch die Geschäftsprozesse spürbar beschleunigt wurden und die Datenqualität deutlich verbessert werden konnte. Immerhin die Hälfte dieser Unternehmen ist der Meinung, dass die Nutzung dieser Standards die eigene Wettbewerbsposition verbessert hat. Einer der Hauptgründe für die Zurückhaltung vieler Unternehmen dürfte darin liegen, dass sich im Vorfeld der Entscheidung der hierfür notwendige Aufwand und die anstehenden Investitionen nur sehr bedingt einschätzen lassen und somit eine Kosten-Nutzenanalyse schwer fällt haufe.de |
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